Josef P. Luef, der sich in die Geschäftsführung der neugegründeten Division Wellpappe-Rohpapier des Konzerns zurückgezogen hat, schreibt in der Konzernzeitschrift "aufgerollt Mai 06", daß die Wasserqualität der Pitten sehr gut sei - "Güteklasse II+" Als Fischer merkt er insbesonders an, Zitat:

"Beobachtet wird ein Zuwachs an Esche und Flußkrebsen, die nur bei bester Wasserqualität vorhanden sind."

Josef P. Luef weiter:
"Großer Schaden für das Fischrevier kommt häufig vom Hochwasser bzw. vom Graureiher und gelegentlich von den Kormoranen. Speziell der Graureiher, als Ganzjahres-Vogel, benötigt jeden Tag einen Fisch, was die Fischbestände in der Pitten enorm reduziert.
Um hier entgegenzuwirken werden jährlich in der Pitten im Frühling Forellen, [...] ca. 14.000 Junfische ausgesetzt.
Die Entnahme durch die Fischer ist nur ein Bruchteil (ca. 10%) des Bestandes, im Gegensatz zu den diversen "Räubern."

Frage an unsere Milchbuben:
Wieviele Graureiher gibt es demnach im Pittental?
Kann man das Pittental damit zum Naturschutzgebiet erklären?

Zur Lösung

Anmerkungen zum Text von J.P. Luef:
1) Die heimische Esche (Fraxinus excélsior) liebt feuchte Böden ohne Staunässe, die tiefgründig und kalkhaltig sind. Mit ihrer Pfahlwurzel erreichen sie immer das Grundwasser. Sie ist uns nicht als Indikator für Wasserqualität bekannt.

2) eine Klasse II+ in Bezug auf Wasser existiert unseres Wissens nur beim Wildwasserkajaksport und liegt zwischen II (mässig schwierig) bis III (schwierig).

Man unterscheidet in Österreich vier Wassergüteklassen:

* Güteklasse I: Kaum verunreinigt
Gewässerabschnitt mit reinem, organisch nicht belastetem Wasser, annähernd sauerstoffgesättigt, geringer Algenwuchs, Bodentiere (insbesondere Insektenlarven) vorhanden, hoher Artenreichtum, geringe Individuenzahl, forellenartige Fische, Sediment ohne organische Beimengungen.
* Güteklasse II: Mäßig verunreinigt
Gewässerabschnitt mit mäßiger organischer Belastung, hohes Nährstoffangebot, gute Sauerstoffversorgung, Pflanzen und Tiere in hoher Arten- und Individuenzahl, fischreiche Gewässer, Sediment hell bis dunkel, organischer Eintrag wird aerob abgebaut.
* Güteklasse III: Stark verunreinigt
Gewässerabschnitte mit starker organischer Belastung, schwankender Sauerstoffgehalt möglich, starker Algenwuchs, teilweises Fehlen von bodenbewohnenden Insektenlarven, starke Vermehrung von Wasserasseln und Schlammegeln, Anzeichen von Fäulnisschlammbildung.
* Güteklasse IV: Außergewöhnlich stark verunreinigt
Gewässerabschnitt mit übermäßiger organischer Belastung, sehr niedriger Sauerstoffgehalt, nur wenige angepasste Bodentierarten in hoher Individuendichte vorhanden, Fäulnisschlammbildung.

Durch drei Zwischenklassen (I-II, II-II, III-IV) ergeben sich insgesamt sieben Bewertungsstufen.

"Abschließend sollte noch erwähnt werden, dass durch intensiven Bau von Kläranlagen entlang der Pitten wieder ein sehr gutes Fischwasser entstanden ist. Wünschenswert wären mehr naturgerechte Aufstiegshilfen bei den Wehren."

Dank Hamburger ist die Pitten so sauber, daß es von Fischen nur so wimmelt. Daß es trotzdem kaum Fische gibt, daran haben die Raubvögel schuld. Und die Wehren. Hier wünscht sich Hamburger eine Verbesserung.

 

 

 

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