Wenn ein Mann in Boston mit Nahmen Jared Diamond als Sohn eines Arztes und einer Lehrerin/Musikerin/Sprachwissenschaftlerin geboren wird, Laborbiologie lernt, auf einer der besten Universitäten, der UCLA Psychologieprofessor wird um parallel eine Karriere in Umweltgeschichte zu beginnen, und gleichzeitig er auf Neu Guinea den lange ausgestorben geglaubten "Golden-fronted Bowebird" wiederentdeckt, dann ist es verständlich, daß man Bestseller schreibt, die die New York Times würdigt, als wäre hier ein Shakespeare der Sachbuchliteratur entsprungen. "Eines der wichtigsten Projekte die in unserer Generation von einem Intellektuellen angegangen wurden... Ich las es und malte mir aus, wie die Literatur wohl wäre, wenn jeder Autor so viel wüßte, so klar schreiben könnte und seine Argumente so behutsam formulieren würde."


Sein letztes Buch hieß: "Kanonen, Bakterien und Stahl"
Diese Buch heißt "Kollaps" und trägt den Untertitel "Wie sich Gesellschaften entschließen zu scheitern oder zu überleben"
Seite 36, 37; im Kapitel "Unter dem Grossen Himmel Montanas"
"... während wir immer noch versuchen zu verstehen, warum eine Person oder eine Gruppe aus einer beliebigen Gesellschaft wissentlich und bewusst etwas der gesamten Gesellschaft gegenüber schädliches anstellt. Während Verleugnung oder Minimalisierung der Verantwortung im kurzfristigen Interesse der Konzerne liegen könnte, ist es für die gesamte Gesellschaft schädlich, es mag sogar gegen die Langzeitinteressen des Konzernes gehen oder sogar gegen die der gesamten Industrie.
"Amerikanische Konzerne existieren um für ihre Besitzer Geld zu machen; es ist der modus operandi des amerikanischen Kapitalismus. Grundpfeiler des Gelderzeugungsprozesses ist, es nicht unnötig auszugeben.... So eine eisenfäustige Philosophie beschränkt sich nicht auf die Bodenschatzindustrie.
"Nur wenn die Öffentlichkeit ihre Politiker dazu bringt Gesetze zu verfassen und zu überwachen, die von den Konzernen ein anderes Verhalten verlangen, werden sich diese ändern. Ansonsten wären die Konzerne ja mildtätige Vereine die ihre Verpflichtung gegenüber den Aktionären oder Besitzern brechen würden.
Das Buch ist erschienen in der Penguin Group, die sich ironischerweise als internationaler Konzern präsentiert, mit Sitz in England, USA, Kanada, Irland, Australien, Indien, Neuseeland und Südafrika.

