Derzeit eingebrachte Anfragen auf Mitteilung von informationspflichtigen Umweltdaten

Der gegenwärtige Zustand darf sich nicht verschlechtern, lautet eine der Forderungen.
Wie aber sieht der derzeitige Zustand aus?

Die Herausgabe der Daten wird von der Hamburger Unternehmensgruppe erschwert.

Die Motive dafür sind unklar, die angefragten Daten sind laut Gesetz mitteilungspflichtig und müssen öffentlich aufliegen.

Anfragen zu Umweltinformationen müssen laut Gesetz ohne unnötigen Aufschub spätestens innerhalb eines Monats beantwortet werden.


März 2006
DI Marguerit Zweymüller, Mitglied des Bürgerbeirats,
Anfrage auf Herausgabe von Umweltdaten, insbesonders des derzeit gültigen Bescheides für den Betrieb des Wirbelschichtkessels 4, in dem derzeit ca. 60.000 Restfasermüll verbrannt werden und Analysen dieses Restfasermülls bei der Hamburger GmbH.
Status: Die angefragten Umweltinformationen sind bis jetzt nicht vollständig ausgefolgt.
--> zur Anfrage

--> Zur Umweltinformation, erteilt am 9.8.2006 gesetzliche Frist nicht eingehalten
--> 4.9.2006: Antwort der BH Neunkirchen


7.7.2006
Mag. Paul Harather, Mitglied des Bürgerbeirats,
Anfrage an Gemeinde Pitten auf Bescheid gemäß §8 Umweltinformationsgesetz (UIG) dass die oben beschriebenen und angeforderten Umweltdaten nicht herausgegeben werden.
Status: Gemeinde Pitten erklärt sich am 25.7.06 unzuständig.
--> zur Anfrage

11.7.2006
Mag. Paul Harather, Mitglied des Bürgerbeirats,
Anfrage an Gemeinde Pitten und an Gemeinde Seebenstein gemäß UIG ob ein gültiger Bescheid für die derzeit verbrannte Menge an Restfasermüll existiert samt Erkenntnis des Umweltsenats, die erkennen läßt, daß dieser Bescheid unter die Mitteilungspflicht UIG fallen könnte.
Antwort der Gemeinde Pitten am 25.7.2006 per RSB-Brief:
Status: Gemeinde Pitten erklärt sich am 25.7.06 teilweise für unzuständig und leitet an die BH Neunkirchen weiter. Seebenstein antwortet gar nicht.
--> zur Anfrage
--> zur Auskunft der BH Neunkirchen durch Mag. Ernst Anzeletti am 16.8.2006
gesetzliche Frist nicht eingehalten
Die gesetzliche Frist ist überschritten, dennoch: "Wir ersuchen Sie daher um Verständnis, dass wir die von Ihnen gewünschte definitive Antwort mit JA oder NEIN erst nach Rücksprache mit dem zuständigen technischen Amtssachverständigen erteilen können."
--> Zur Antwort von Paul Harather am 25.8.2006
--> 4.9.2006: Antwort der BH Neunkirchen
am 4.10.2006 sucht Paul Harather um Bescheid gemäss §8 UIG Rechtssicherheit an.
--> 12.10.2006 abweisender Bescheid NKWA-066/001 der BH Neunkirchen (zugestellt am 20.10.2006)

--> 3.11.2006 Berufung gegen den Bescheid bei der BH Neunkirchen, beim Land Niederösterreich und beim unabhängigen Verwaltungssenat (UVS)

10.7.2006
DI Marguerit Zweymüller, Mitglied des Bürgerbeirats,
Anfrage an UGR Moidl auf Übermittlung aller zur Verfügung stehenden gemäß UIG auflagepflichtigen Emissionserklärungen der Hamburger AG (bis 2005) GmbH (ab 2005) für Pitten & Seebenstein an den von der Gemeinde Pitten gegründeten Bürgerbeirat.
Status: Umfassende Umweltinformationen wurden bis jetzt weder von der Hamburger GmbH noch von der BH Neunkirchen ausgefolgt. Nachtrag:
--> zur Anfrage
--> Erinnerungen von DI Zweymüller, daß die Anfrage weiterhin unerledigt bleibt

--> 4.9.2006: Antwort der BH Neunkirchen
gesetzliche Frist nicht eingehalten
--> 4.9.2006, DI Zweymüller: Aufforderung an BH die Daten einzufordern

15.7.2006
DI Birgit Salchegger,
Anfrage an Gemeinde Pitten und an Gemeinde Seebenstein gemäß UIG, ob die Hamburger GmbH eine informationspflichtige Anlage im Sinn des § 14 Umweltinformationsgesetz, "Information über die Gefahr von Störfällen" ist.
Status: Antwort eingegangen am 16.8.2006 (das ist die maximal zulässige Frist von einem Monat), es existiert gemäss BH keine Informationspflicht.
--> zur Anfrage
--> zur Benachrichtigung



17.7.2006
Dr. Gerald Harasko, Mitglied des Bürgerbeirats,
Anfrage an an Gemeinde Pitten und an Gemeinde Seebenstein gemäß UIG, ob den genannten Gemeinden Daten zum derzeit verbrannten Restfasermüll vorliegen. Wenn keine Daten vorliegen, Antrag an die Gemeinde diese einzufordern.
--> zur Anfrage
Status: Antwort am 16.8.2006 (das ist die zulässige Maximalfrist von einem Monat) durch die BH Neunkirchen: Den Behörden liegen die informationspflichtigen Daten nicht vor.
--> Zur Auskunft der Behörde am 16.8.2006
--> Dr. Gerald Haraskos Antwort am 20.8.2006
--> 4.9.2006: Antwort der BH Neunkirchen

18.7.2006
Dr. Carla Harasko,
Anfrage an an Gemeinde Pitten und an Gemeinde Seebenstein gemäß UIG, ob den genannten Gemeinden Daten über den Zustand, den Transport, die Sicherung des Transportes und die Entsorgung der in der derzeitigen Restfasermüllverbrennung entstehenden toxischen Aschen und Schlacken vorliegen. Wenn keine Daten vorliegen, Antrag an die Gemeinde diese einzufordern.
--> zur Anfrage
Status: Antwort am 16.8.2006 (Maximalfrist): "Die von Ihnen gewünschten Informationen über die Manipulation von Reststoffen liegt der Bezirkshauptmannschaft Neunkirchen allerdings nicht in statischer dargestellter Form vor und können daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht mitgeteilt werden."
--> zur Auskunft der Behörde am 21.7.2006
--> Dr. Carla Haraskos Antwort am 21.8.2006

18.7.2006
DI Birgit Salchegger,
Anfrage an Dr. Jan-Philipp Cernelic, Fachgebietsleiter Bezirkshauptmannschaft Neunkirchen, über die Bekanntgabe der informationspflichtigen Emsissionserklärungen und Protokolle gemäss UIG beginnend mit 1991 (inhaltlich ähnlich der Anfrage von DI Marguerit Zweymüller am 10.7.2006)

Status: Laut telefonischer Auskunft vom 4.8.2006 können die dafür vorgesehenen gesetzlichen Fristen nicht eingehalten werden.
Eine email von DI Salchegger an Dr. Cernelic, die das Telefonat als Protokoll wiedergibt hat zur Antwort, dass laut email 11.8.06 von BH Stellvertreter Mag. Ernst Anzeletti die Umweltdaten selbstverständlich jederzeit eingesehen werden können.

Am 14.8.2006 (Maximalfrist) werden die Daten teilweise übermittelt.
Die Bezirkshautpmannschaft hält die im März erstmals angefragten Brennstoffanalysen und Beiblätter zur Emissionserklärung zurück um weiterhin zu prüfen, ob diese gemäß UIG mitteilungspflichtig sind. Link

--> zur Anfrage

8.8.2006
DI Werner Moidl, Umweltgemeinderat und Obmann des Bürgerbeirats
Anfrage an die Bezirkshauptmannschaft Neunkirchen gemäss UIG über die Herausgabe von Informationen betreffend Lärm und Verkehr 2004-2006, Emissionserklärungen seit 1992 (inhaltlich ähnlich der Anfrage von DI Marguerit Zweymüller am 10.7.2006 und von DI Salchegger vom 18.7.2006) und Übermittlung der Ergebnisse aller durchgeführten Messungen von Dioxin-u. Furanäquivalenten seit 1992.
Status: unbekannt
--> zur Anfrage

21.8.2006
DI Birgit Salchegger, Obfrau von e.V.
Anfrage gemäß UIG über die Bekanntgabe derzeit angewandter Gesetzesgrundlagen.
--> zur Anfrage

25.8.2006
Wolfgang Eckl, e.V.
Anfrage gemäss UIG zu derzeit angewandten Rechtsgrundlagen und zum Abfallbeauftragten.
--> zur Anfrage
--> 4.9.2006: Antwort der BH Neunkirchen

4.9.2006
DI Marguerit Zweymüller, e.V.
Nochmaliger Antrag auf Freigabe des Bescheids 12-B-8977/20, der laut Auskunft bei der Umweltanwaltschaft der Auskunftspflicht des Umweltinformationsgesetz unterliegt.
--> zur Anfrage

3.10.2006
Mag. Anzeletti schreibt an DI Marguerit Zweymüller, dass die Hamburger GmbH aus behördlicher Sicht schon jetzt als Mitverbrennungsanlage von Abfall anzusehen ist.
Seit Dezember 2005 gesetzlich vorgeschrieben sind Emissionsmessungen von Dioxinen, Furanen, Cadmium, Quecksilber und anderen Schwermetallen.
--> zum Brief

4.10.2006
Mag Paul Harather, e.V.
Antrag gemäss UIG auf Erstellung von 2 Bescheiden - Bescheid über die nicht fristgerecht erfolgte Beantwortung der Frage, ob das Werk Pitten konsenskonform arbeitet und eine bescheidgemässe detaillierte Begründung über die Nichtmitteilung der Genehmigung der Klärschlammverbrennung 12-B-8977/20. --> link

Laut Auskunft von Bezirkshauptmannschaft-Stellvertreter Mag. Anzeletti am 9.8.2006 kann jederzeit bei der Hamburger GmbH Einsicht genommen werden.

Anfragen der Anrainer werden allerdings mit Verzögerungen an Rechtsanwälte verwiesen.
"Schuld" an diesem Verhalten haben laut Hamburger Unternehmensgruppe die Fragen der Bürger, die diese "Eskalation" bewirkten.
Antwort der Hamburger Unternehmensgruppe auf Zweymüllers Anfrage von März 2006 am 3.7.2006

 

Anfragen für Jahr 2007

 

 

 

 

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