26.9.2006 www.hamburger.eu.com
update vom 6.10.06: Abwasser von Hamburger in der Pitten --> link
update 11.10.06: messtechische und karibische Informationen --> link

Seit einigen Monaten ist evident, dass das veraltete Kanalsystem von Pitten und Seebenstein schadhaft ist. Durch Brüche und Risse dringt Grundwasser massiv in die Abwasserleitung ein. Abgesehen von einem möglichen Schaden, der durch eine Absenkung des Grundwasserspiegels auftreten könnte ist dies vor allem ein finanzielles Problem. Mit der von den Gemeinden eingehobenen und von der Bevölkerung bezahlten Kanalgebühr wird nämlich die Entsorgung des verschmutzten Wassers in Wr. Neustadt abgegolten, verrechnet wird pro Kubikmeter.

Da durch das eindringende Grundwasser die Wassermengen im Kanal angestiegen sind, steigen die kommunalen Abwasser-Entsorgungskosten, auch wenn das in den monatlichen Aussendungen der Gemeinden noch nicht in vollem Umfang geschildert wurde.

Seit einigen Monaten wird nun versucht durch Privatfirmen die schadhaften Stellen zu finden und zu kitten.

Am Donnerstag, den 21.9.2006 wurden nun in der Unteren Feldstrasse beim Steg neben dem China-Restaurant gegen Mittag üppige Schaumkronen in der Pitten gesichtet, ganz wie in alten Zeiten. Fischereiaufseher Gustav Kornfeld wurde alarmiert. Eine der ersten Mutmassungen war, dass die Verschmutzung mit den laufenden Kanalarbeiten zu tun haben könnte. Eine zweite, dass das Abwasser der Hamburger GmbH, das über den gleichen Kanal wie das kommunale Abwasser nach Wr. Neustadt geleitet wird, durch diese Kanalarbeiten versehentlich in den Fluss umgeleitet worden sein könnte.

Da der Fischereiaufseher Gustav Kornfeld gesundheitsbedingt nicht anzutreffen war, alarmierten seine Angehörigen die Polizei.

Die Polizisten entnahm dem schäumenden Gewässer flussaufwärts Wasserproben und brachten sie in das Labor der Hamburger GmbH.

Laut Auskunft der Gemeinde Pitten hat sich inzwischen der Verdacht bestätigt, dass Wasser aus dem Kanal unterhalb des Hamburger Werkes in die Pitten ausgetreten ist.

Im Labor des Hamburger Konzernes konnte die Analyse der Proben abgeschlossen werden - es wurde aussschliesslich der pH-Wert gemessen. Dieser sei neutral gewesen, die ganze Angelegenheit sei also laut Aussage des Hamburger Konzerns unbedenklich gewesen.

Auf unsere Frage, ob man schäumendes Flusswasser etwa auch auf den Gehalt an Tensiden, Schwermetallen, Leitfähigkeit, Chlorkohenwasserstoffe, Biozide, biologische Aktivität, ec. analysieren sollte, wurde damit beantwortet, dass eine derartige Analyse nicht notwendig gewesen wäre. Bei den von der Polizei angelieferten Wasserproben, hiess es, wäre kein Schaum sichtbar gewesen.

 

 
Fischereiaufseher Gustav Kornfeld mit dem Geschäftsführer der Hamburger Unternehmensgruppe, Josef P. Luef (c) W.Hamburger GmbH/Lichtstark.com


Samstag, 30. September 2006 20:35 Uhr
<Beitrag@hamburger.eu.com>
Schaumkronen in der Pitten


Ich möchte hinsichtlich des Artikel "Schaumkronen in der Pitten" Folgendes richtig stellen.

Es entspricht den Tatsachen, dass auf meine Bitte die entnommene Wasserprobe im Labor der Firma W. Hamburger nur auf den Ph-Wert untersucht wurde.

Damit sollte im  Auftrag der Polizei lediglich festgestellt werden, ob es sich eventuell um eine Säure oder um eine Lauge handelt. Der Wert liegt laut Untersuchungsergebnis jedoch im neutralen Bereich, welche ich durch meine Anwesenheit während der gesamten Untersuchung hiermit bestätige.

Weitere Analysen im Labor der Firma W. Hamburger wurden nicht in Auftrag gegeben.     

Die Entnahme der Wasserprobe erfolgte in der Unteren Feldstrasse, Höhe China Restaurante.

Die Schambildung entstand durch unsachgemäßes Hantieren einer Fachfirma bei der Sanierung des Abwasserkanales.

M. f. G. Dietmar Gneist Kdt FF Pitten    


6.10.06

Unsere weiterführende Recherche bei der ausführenden Firma ergab, dass tatsächlich versehentlich während Kanal-Wartungsarbeiten Abwasser aus der Papiererzeugung bzw. Restfasermüllbeseitigung des Hamburger Konzerns in die Pitten geleitet wurde. Nach Aussage des Geschäftsführers der ausführenden Firma wäre das Problem allerdings lediglich 25 Minuten lang aufgetreten.

Die Analysen des schäumenden Wassers, so der Geschäftsleiter des sanierenden Betriebes, hätten laut Aussage des papiererzeugenden Konzerns ergeben, dass sich der Schaum durch den Temperaturuntschied der beiden aufeinandertreffenden Wasserströme gebildet haben muss und dass keine weiteren Chemikalien im Spiel gewesen seien.

www.hamburger.eu.com ist dieser Aussage natürlich nachgegangen.

Auf der Insel Dominica, mitten in der steuerschonenden Karibik (www.hamburger.eu.com hat bereits über die Briefkastenfirma Tulklom der Hamburger AG auf der Karibikinsel Curacão berichtet) existiert ein einzigartiges Naturphänomen umgeben von völlig unberührten Naturlandschaft - zwei Wasserfälle, einer heiss und einer kalt, die ineinander fliessen. Eine Schaumbildung aufgrund von Unterschieden der Wassertemperatur ist in den letzten 200 Jahren allerdings nicht beobachtet worden.

   
Der erste Pool: hier vereinigt sich das heisse Wasser (links) mit dem kalten (rechts). Zwischen den Felsen im Abfluss ist klares Wasser zu sehen. Der nächste Pool flussabwärts. Auch hier keine Schaumbildung.

Wenn die vom Konzern getroffene Aussage zur Physik der Schaumbildung stimmt, müsste auch bei jenen Mischbatterien, die kaltes und warmes Wasser zusammenführen, Schaum entstehen.

Für die Kosmetikindustrie wäre diese Erkenntnis ein Rückschlag. Ein üppiges Schaumbad könnte demnach mit klarem Wasser unterschiedlicher Temperaturen und einem einfachen Mischhahn erzeugt werden.


 

Informationen zur korrekten Analyse der Wasserqualität von Fliesswässern in Niederösterreich

 

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