1) Der Bürgermeister ist Managing Director der Pöyry Energy GmbH Management (vormals Verbundplan)
Board of Management
und damit beruflich auf der Auftraggeberseite - die Jaakko Pöyry Group plant seit 2003 die Müllverbrennung in Pitten.

Laut Aussge des Hamburger Konzerns hat Moraw als Geschäftsführer des Planungsbüros 2003 einen Plaungsvertrag mit einer ersten Rate über 500.000 Euro unterzeichnet und damit zweifellos als einer der ersten gewußt, daß die Hamburger Gruppe eine Müllverbrennung in Pitten bauen will, lange bevor es publik wurde.

Zwei Jahre später, als Spitzenkandidat der SPÖ für die Gemeinderatswahlen im März 2005, hat Moraw möglicherweise übersehen, daß die Pittener Bevölkerung Interesse an dieser nicht unwesentlichen Information haben könnte - immerhin hatte es ein jahrelanges Tauziehen zwischen der Pittener Bevölkerung und der damaligen Hamburger AG gegeben. Moraw war in dieser Zeit allerdigns kaum in Pitten, vielleicht dachte er ja irrtümlicherweise, das das Thema Müllverbrennung im Pittental niemand interessiert.

2) Die Tatsache, daß die Hamburger Gruppe seit mindestens 2003 eine Müllverbrennung plante, wurde von Moraw erst mit dreimonatigem Abstand nach den Gemeinderatswahlen vom 6.3.2005 verlautbart, nämlich am 27.6.2005.

3) Die Verstrickung Bürgermeister - Verbundplan - Hamburger wurde von Moraw erst ein halbes Jahr später veröffentlicht, und zwar 2 Tage nachdem der Bürgerbeirat durch eine Umstellung der Tagesordnung darauf drängte, endlich Details zur Planung zu erfahren.
Die Reaktion der Hamburger Gruppe auf diese Anfrage lesen Sie hier. Vier Tage nach seinem ersten öffentlichen Statement zu dieser Verflechtung vom 11.1.2006 führte Moraw ohne vorliegenden Mißtrauensantrag bei der Gemeinderatssitzung vom 16.1.2006 zwei Rechtsanwalte an, die eine Unbedenklichkeit beweisen sollten. Mehr zur "Affaire Verbundplan" hier.

Auffällig ist in diesem Zusammenhang, daß das Wahlprogramm der SPÖ von 2005 nachträglich verändert wurde, es sollte wohl so aussehen, als hätte Moraw als Geschäftsführer der Verbundplan kandidiert.

Der Auftrag zur Planung der Müllverbrennung wurde Anfang 2006 von der Verbundplan an eine Tochterfirma der Jaakko Pöyry Group weitergegeben. Dies ist inzwischen irrelevant, beide Töchter wurden von der Pöyry Group einverleibt. In der Liste der Müllverbrennungs Projekte des Konzerns scheint Hamburger bis dato nicht auf.

Gerüchte, daß Reisen von Moraw in die Schweiz in den ersten Quartalen 2006 mit der Verschiebung des Auftrags an die Züricher Zweigstelle von Jaakko Pöyry (vormals Elektrowatt-Ekono) oder gar mit der Hamburger Handels GmbH in Schaffhausen zu tun haben könnten, konnten von uns nicht bestätigt werden.

Hauptvertreter der Seite, die bis Moraw öffentlich in Frage stellten, sind die Grünen Pitten und der mit ihnen affiliierte Umweltschutzverein Pittental, der sich als parteipolitisch neutral deklariert.

 

SeitenzØhler