Das oft genannte Argument, daß ohnehin durch Straßenverkehr
ec. weltweit eine ökologische Grundbelastung erzeugt würde,
kann man in diesem Zusammenhang nicht gelten lassen.
Es geht hier um einen problematischen Standort mit problematischen
Verbrennungsprodukten, über den man im Gegensatz zu Fahrzeugen,
Klimaanlagen usw. sehr wohl befinden kann.

Was man im übrigen nicht filtern kann,
ist eine allfällig auftretende Geruchsbelästigung,
einen Imageverlust, der die Bekenntnisse der
lokalen Politik zum regionalen Tourismus entwertet und extrem
hohe Schornsteine, die das Dioxin Problem von der unmittelbaren
Nachbarschaft in die gesamte Region Bucklige Welt verlagern könnten.
| Es gibt auch den Einwand, das der Hausbrand, also Heizen mit Holz, Öl und Kohle durch die fehlende Filterung der Haushalte ähnlich bedenklich sei und dass manche Müll in ihren Öfen verbrennen. | ![]() |
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| Cwmrhydceirw Quarry, Wales. Filterkuchen und Schlacke mit Dioxin und Schwermetallen aus den Wiener Müllverbrennungsanlagen Flözersteig und Spittelau in Big Bags aus PVC. Bagger werfen Erde auf die Müllsäcke, daneben sieht man schon einige, die geplatzt sind. Greenpeace legte diese Praxis 1990 offen, die damaligen Betreiber konterten "Alles erstunken und erlogen" Heute weiß man, daß Greenpeace recht hatte. Reaktion: Die Gifte werden heute noch tiefer vergraben. Foto: Greenpeace, April 1990 |
2) Der Hausbrand erfolgt in vollem Umfang
meist nur im Winter. Eine Müllverbrennungsanlage würde
auch im Sommer betrieben werden. In warmen Sommernächten
wird der oben beschriebene giftige Feinststaub durch den nächtlichen
Tau aus der Luft "gewaschen", er schlägt sich auf
die Felder, kommt so in die Landwirtschaft, in die Milch, in die
Eier, in die Gärten.
Auf Obst und Gemüse verdampft das Trägerwasser, der
toxische Feinststaub bleibt als eine mikroskopisch dünne,
harzige, schwer abwaschbare fall-out Schicht zurück. Dies war letzten
Sommer in Pitten übrigens der Fall, wenn auch nciht geklärt
ist, wer der Verursacher ist.
3) Mit den privaten Vergehen einzelner Haushalten kann man kein industrielles Projekt rechtfertigen, das zwar die (historisch bedingten) gesetzlichen Grenzwerte einhält, aber gleichezitig unter den technisch möglichen Höchststandards läuft.
Das Argument,
daß Müll laut Deponieverordnung
ja irgendwo verbrannt werden müsse:
Die Deponieverordnung besagt lediglich, daß Kohlenstoffhaltige
Stoffe nicht deponiert werden dürfen, Recycling ist eine
wünschenswerte Variante, die von den Betreibern der Müllverbrennung
verschwiegen wird.
Wenn schon unbedingt Verbrennung von Müll: Nicht in einem
engen, durch Inversionen gekennzeichneten Talkessel wie Pitten
und nicht, solange reine Müllverbrennungsanlagen, für
die strengere Emmissionsgesetze gelten und die die teuerste Filter-
und Regeltechnik verwenden, nicht voll ausgelastet sind. Daß
darüberhinaus gerade die AWGs, die Abfallwirtschaftsgesetze
sehr veränderbar sind, zeigt ein Blick auf die homepage
des Parlaments.
Ein weiterer Punkt sollte die zusätzliche
Belastung der Bevölkerung duch den erhöhten Transport
an Müll darstellen.
Auch hier müssen, ähnlich wie bei den Emissionen, klar
definierte unabhängige Frequenz-Meßstellen eingerichtet
werden, deren Ergebnisse und Überschreitungen der Öffentlichkeit
zugänglich gemacht werden müssen.

