Offiziell wird das Projekt der Hamburger-Mosburger-Dunapack Gruppe (HMD-Gruppe) unter der sprachlichen Tarnkappe "Ersatzbrennstoffnutzung" geführt.

Was sich hinter diesem flotten Marketingdeutsch verbirgt, ist auf den ersten Blick gar nicht so leicht zu erkennen:

Es handelt sich dabei nämlich unter anderem um die Verbrennung des Inhalts der Grünen Tonne, also um Müll.

Die Grundidee ist so simpel wie genial.
Statt für Energie zu bezahlen wie es andere Betriebe und Haushalte tun, erhält man Geld dafür, daß man Müll verbrennt. Die Ausgaben für Energie verwandeln sich in Einnahmen, für einen erfolgreichen Konzern wie die Hamburger-Mosburger-Dunapack Gruppe durchaus überlegenswert.

Das nun vorgestellte Projekt stellt keinen Erstversuch der Hamburger Gruppe dar, in Pitten eine Müllverbrennung bzw. Müllmitverbrennung zu installieren.

Es ist ausserdem nicht die einzige derartige Anlage in Österreich, die von der HMD-Gruppe betrieben wird, eine andere ist Brigl & Bergmeister, Niklasdorf. Die Kommentare der Betreiber von Niklasdorf geben Anlaß zu Bedenken. Die Anlage verbrennt fast 6 mal so viel Müll wie derzeit in Pitten vorgesehen. Die Vorstände in Niklasdorf sprechen laut Presseberichten davon, daß die Anlage schon jetzt als zu klein und deshalb als unrentabel anzusehen ist.

Bis zum Bürgerbeiratstreffen vom 24.1.2006 schien es, daß die Hamburger Gruppe um eine Müllmitverbrennung ansuchen wollte.
Am 24.1. 2006 wurde verlautbart, daß eine reine Müllverbrennung geplant sei. Ob dies mit den rechtlichen Gegebenheiten zu vereinbaren ist, kann von unserer Seite noch nicht abgeschätzt werden. Siehe auch Logiktest. Derzeit ist noch ausschließlich von Müll aus dem Bezirk Neunkirchen die Rede.

Link zur Papierfabrik Brigl&Bergmeister in Niklasdorf, Steiermark.
 

Das Pittental vor Sonnanaufgang

 

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