Detail aus der projektierten Müllverbrennung im Pittental. Siehe dazu auch Giftstoffe.



Die gesetzliche Grenzwertregelung läßt sich in Österreich in vielerlei Hinsícht auslegen und ist in sich widersprüchlich. Interessant ist die Unterscheidung in Müllverbrennung und Mitverbrennung. Für Mitverbrennung gelten höhere Grenzwerte und Mischregeln, das heißt, es dürfen mehr Schadstoffe legal den Schornstein verlassen und in Abwässer geleitet werden. Laut Umweltbundesamt spricht man von einer Mitverbrennung, wenn wenigerals 40% der Gesamtenergie durch die Verbrennung von gefährlichen Abfällen erzeugt wird.

Hier ein Beispiel.

Eine Million Kubikmeter gefilterte Abgasluft darf nach den derzeit gültigen Grenzwerten unter bestimmten Grundlagen bei Müllverbrennung 20kg Staub enthalten.

Woraus besteht dieser Staub?

Nach dem gleichen Grenzwertkatalog dürfen bei einer Million Kubikmeter folgende hochgiftige (weil in wasserlöslicher Form) Schwermetalle den Schornstein verlassen:

3kg Blei, Zink, Chrom in wasserlöslicher Form
0,7 kg Arsen, Kobalt, Nickel in wasserlöslicher Form
50g Cadmium in wasserlöslicher Form
100g Quecksilber in wasserlöslicher Form
1mg der bis jetzt bekannten Dioxine und Furane und
20kg organische Stoffe



Wenn man davon ausgeht, daß Ruß ein organischer Stoff ist ergibt das an Staubaufkommen etwa 44kg, vermutlich sogar mehr, weil Schwermetalle in ihrer giftigsten Form, nämlich als wasserlösliche chemische Verbindungen auftreten.


In den Grenzwertbestimmungen sind also rechnerische "Puffer" eingebaut, die nicht gleich ersichtlich sind.

Zusätzlich dürfen in Österreich enthalten sein:

15 kg Salzsäure = HCl (gasförmig, wasserlöslich, säurebildend)
700g Flusssäure = HF(gasförmig, wasserlöslich, säurebildend)
50kg Kohlenmonoxid = CO (gasförmig)
300kg Stickstoffdioxid = NO2 (gasförmig, wasserlöslich, beschränkt säurebildend)
100kg Schwefeldioxid = C02 (gasförmig, wasserlöslich, säurebildend)

 

 Inversionswetter im Januar 2006. Das Pittental "fängt" die künstliche Wolke ein.
Augenblicklich in Pitten projektiert sind 39.000 bis 41.000 Kubikmeter Abgase pro Stunde,
das sind 359 Millionen Kubikmeter Abgase pro Jahr.

Wieviel Schadstoffe, also Schwefeldioxid, Stickstoffdioxid, Salzsäure, Fluss-Säure (Saurer Regen, Pflanzengift), Kohlenmonoxid (Blutgift), Blei, Zink, Chrom, Arsen, Kobalt, Nickel, Cadmium, Quecksilber, bis jetzt bekannte Dioxine und Furane (alle krebserregend, erbgutschädigend) dabei tatsächlich in Pitten ausgeschieden werden dürfen ist aufgrund der Grenzwertproblematik bei Müllmitverbrennungsanlgen nicht klar, es existieren verschiedene, in der Fachliteratur nur umschriebene aber nicht genau festgelegte "Mischregeln" deren Ergebnisse über den oben genannten Grenzwerten liegen können.

 

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