1. Kapitel - 2. Kapitel - 3. Kapitel - 4. Kapitel

Die Müllverbrennung in Niklasdorf arbeitet für die der Hamburger-Mosburger-Dunapack-Gruppe, also der Prinzhorn Holding, angehörenden Papierfabrik Brigl & Bergmeister.


Erste steirische Müllverbrennung in Betrieb

2003-12-11

In Niklasdorf bei Leoben ist am Mittwoch die erste steirische Müllverbrennungsanlage eröffnet worden.

Durch die erzeugte Energie der "thermischen Reststoffverwertungsanlage" (TRV) werden das Werk selbst und eine Papierfabrik versorgt.

Täglich werden 400 Tonnen Müll verbrannt.


Die 70 Meter hohen Rauchfänge am Gelände der Müllverbrennungsanlage sind schon von weitem zu sehen. Sie weisen den rund 20 Lkws den Weg, die täglich 400 Tonnen Müll abladen - Plastikflaschen, alte Pullover, aber auch Klärschlamm und Industriemüll werden hier verbrannt, sagt der technische Leiter der TRV, Michael Resch.

"Die angelieferten Abfälle und Reststoffe werden in den Grobstoffbunker abgekippt, dann mit der Krananlage zur Qualitätssicherungs- und Aufbereitungsstufe aufgegeben, dann anschließend in den Feingutbunker gefördert, um dann im Wirbelschichtkessel verbrannt zu werden", so Resch.

Die Anlage hat ihre Vorteile, ...

Durch die Verbrennung entsteht Strom, mit dem das Werk selbst und die nahe liegende Papierfabrik "Brigl & Bergmeister" betrieben werden. Wird mehr Strom erzeugt als benötigt wird, wird er ins Stromnetz eingespeist. In der Verbrennungsanlage entsteht auch Dampf, der in der Fabrik zum Trocknen des Papiers gebraucht wird.

Gegenüber den Mülldeponien hat die Verbrennungsanlage gravierende Vorteile, sagt Resch: "Wir verhindern jedenfalls die Entstehung von sehr klimarelevanten Deponiegasen und andererseits ersetzen wir natürlich auch fossile Energieträger, in unserem Fall Erdgas."

 

... aber auch einen Nachteil

Dennoch hat die Müllverbrennungsanlage auch einen Nachteil: Trotz einer Filteranlage werden mehr Schadstoffe ausgestoßen als vorher - als die Papierfabrik noch mit Erdgas betrieben wurde.

Quelle: steiermark.ORF.at, 10.12.2003

 

weiter zum 2. Teil

 

 

 

 

 

 

SeitenzØhler