Prinzhorn, Thomas, * 5. 3. 1943 Wien, Industrieller und Politiker (FPÖ). Seit 1970 für die Papierfabrik W. Hamburger AG tätig, seit 1994 Alleinvorstand. Ab 1974 Vorsitzender verschiedener Ausschüsse der österreichischen Industriellenvereinigung.
Bis 1995 ÖVP-Mitglied.1996-98 Abgeordneter zum Nationalrat und FPÖ-Wirtschaft-Sprecher; seit 1999 wieder Abgeordneter zum Nationalrat und dessen 2. Präsident. Bundesparteiobmann-Stellvertreter der FPÖ seit 2002. Zur Zeit Industriesprecher der FPÖ.
Quelle

Ursprünglich für ein Ministeramt vorgesehen, wurde er im Zuge der Regierungsbildung 2000 von Bundespräsident Thomas Klestil wegen früherer rassistischer Äußerungen abgelehnt. Stattdessen wurde er auf Vorschlag der FPÖ, die zu diesem Zeitpunkt zweitstärkste Partei war, zum Zweiten Nationalratspräsidenten gewählt.
Nach den vorgezogenen Nationalratswahlen 2002 fiel die FPÖ auf den dritten Platz zurück, dementsprechend wurde Prinzhorn Dritter Nationalratspräsident (link zur FPÖ).
Seine Firma, die heutige Prinzhorn Holding GmbH hat als Firma Hamburger in den 30er Jahren jüdische Betriebe arisiert.

Thomas Prinzhorn tritt als Vertreter des kleinen Mannes, der liberalen ungeförderten Wirtschaft und als Bollwerk gegen das Sozialschmarotzertum und sozialdemokratische Pfründe auf.
Er ist über das Netzwerk seiner Firmen vielfacher EU-Agrarförderungsnehmer.


Artikel über Thomas Prinzhorn in "Die Presse":
"Rechtes Spektrum ist ganz in Ordnung"
"Mehr Schärfe gegen Arbeitslose"
"Zweigeteilter Prinzhorn im Zeugenstand"

Quelle

Jobs (Auswahl)
° Vorstandsvorsitzender bzw. zeitweilig Aufsichtsratsvorsitzender seit 1970 in der W. Hamburger AG, Pitten und der Mosburger GesmbH, Wien
° Vorsitzender des Vorstandes seit 1984 und ab 1992 Vorsitzender des Aufsichtsrates der Brigl & Bergmeister GesmbH, Niklasdorf,
° Vorsitzender des Aufsichtsrates der Papirnica Vevce d.d. Ljubljana-Polje seit 1998
° Vorsitzender des Aufsichtsrates der Dunapack AG, Budapest seit 1990
° Vorsitzender des Aufsichtsrates der Dunapack Holding Kft, Budapest seit 1999
° Geschäftsführer der Kartonfabrik Rieger GmbH & Co KG, Trostberg seit 1995
° Mitglied des Aufsichtsrates der Polo Handels AG, Wien seit 1990.
Die Polo Handels AG ist Headoffice für die folgenden Niederlassungen: Baltic States, Bosnia I. Herzegow., Bulgaria, Croatia, Czech Republic, Hungary, Poland, Romania, Russia, Slovakia, Slovenia, Serbia/Montenegro, Ukraine. Umsätze der Polo Handels AG.

° Bundesparteiobmann-Stellvertreter der FPÖ seit 2002 (Artikel der BBC)
° Mitglied des Vorstandes der Vereinigung Österreichischer Industrieller seit 1978
° Vorsitzender des Ausschusses für Bildungs- und Gesellschaftspolitik 1975-1988
° Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaftspolitik 1988-1993
° Präsident der Wiener Industriellenvereinigung 1991-1993.
Quelle

Thomas Prinzhorn rangiert mit einem Privatvermögen von 1,1 Mrd. Euro auf Platz 12 der reichsten Österreicher, noch vor Kurt Falk (20) und Hans Dichand (21). Quelle


Thomas Prinzhorn ist nicht mehr Präsident des Nationalrats, er war Industrie- und Finanzsprecher im Freiheitlichen Parlamentsklub, während er aus der FPÖ ausgetreten war , so Prinzhorns Büroleiterin, Barbara Kappel.  "Inhaltlich" werde sich nichts ändern. "Das hat keine Konsequenz, an seiner politischen Tätigkeit ändert sich nichts". Das alles ist auch für professionelle Journalisten verwirrend. "Die Presse" versucht es so zusammenzufassen: "Getrennt marschieren, vereint schlagen" Einen Wechsel zur BZÖ hat Thomas Prinzhorn jedenfalls bis jetzt nicht mitgemacht.



Zu seinem Verhältnis zur ÖIAG
, derzeit aktuell durch ihren Verkauf der österreichischen Post, existieren folgendes Stenoprotokoll aus dem Österreichischen Nationalrat:

Abgeordneter Rudolf Edlinger:
"Das ist eine Verflechtung, ein Skandal, der seinesgleichen in Europa sucht!"
Stenographisches Protokoll der 71. Sitzung vom 6. Juni 2001(Quelle)

Prinzhorn im Originalwortlaut, ein Jahr davor:
"Schluß mit lustig" 15.3.2000, 15. Sitzung gekürztes Protokoll auf www.hamburger.eu.com oder Volltext auf dem Server des österreichischen Parlaments

und

"ÖIAG-Gesetz 2000" 19. Sitzung 26.04.2000 gekürztes und kommentiertes Protokoll auf www.hamburger.eu.com oder Volltext auf dem Server des österreichischen Parlaments

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