Das kaum überblickbare Gewirr von beschränkt haftbaren Firmen der Prinzhorn Holding befindet sich fast zur Gänze im Besitz der mächtigsten österreichischen Stiftung, der Prinzhorn Privatstiftung. Im Aufsichtsrat dieses erlauchten Clubs sitzen - nicht ganz zufällig - Aufsichtsratmitglieder der Österreichischen Industrieholding AG (ÖIAG), deren Aufgabe es ist Staatsvermögen zu verwalten, zu tranchieren und an private Interessenten zu verkaufen. Das nicht unbeträchtliche Vermögen der Stiftung war bei der Meinl Bank veranlagt.
Im Vorstand dieser Thomas Prinzhorn Privatstiftung befand
sich bis vor kurzem der mittlerweile sowohl enttäuschten Kleinanlegern
als auch den Wachebeamten der Justizanstalt Josefstadt hinlänglich bekannte britische
Staatsbürger
Julius Meinl V.,
in der internationalen Presse genannt "Der falsche Fünfer".
Meinl und Prinzhorn sind auch finanzstrategisch viel länger
finanztechnisch miteinander verwoben als aus der Zeit von Meinls vermuteter Kleinanleger-Abzocke.
So waren die Familien Hamburger und Meinl schon in den 30er Jahren
gemeinsame Nutzniesser von
Arisierungen.
Die Thomas Prinzhorn Privatstiftung, Hauptgesellschafter
der Prinzhorn Holding
GmbH, gegründet am 10. Juni 1998, hat ihren Sitz im Jahr
2006 von der ehemaligen Konzernzentrale in A-2823 Pitten nach
A-8862 Stadl an der Mur 17 im Dreiländereck Steiermark, Salzburg,
Kärnten in das Schloss Goppelsbach
verlegt.
Mit dem Bau einer Müllverbrennung ist Pitten als Standort
für die Stiftung nicht mehr attraktiv genug.
Das Schloss, eine der jüngsten öffentlich bekannten
Aquisitionen der Stiftung, stand 2005 mit einer Wohnfläche
von 1.600 Quadratmetern und 6 Hektar Grund um 4,2 Mio. Euro zum
Verkauf.
Die Mitglieder der Thomas Prinzhorn Privatstiftung
umfassen oder umfassten eine Reihe von ÖIAG Aufsichtsratmitgliedern:
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| Alfred Heinzel Aufsichtsratsvorsitzender der ÖIAG und zugleich Vorstand der Prinzhorn-Stiftung. Eigentümer der Papiergruppe Wilfried Heinzel AG. | Cornelius Grupp Mitglied des ÖIAG-Aufsichtsrates, des Aufsichtsrats der Hamburger Holding und Vorstandsvorsitzender der Prinzhorn-Stiftung. CAG Holding, TUBEX sind nur einige Namen seines Imperiums | Veit Schalle Slougovc hier mit J.Haider, Mitglied der ÖIAG, Stiftungsrat der Prinzhorn-Stiftung.
Ex-REWE (BILLA, MERKUR ec) Generaldirektor BZÖ Spitzenkandidat rechts von Haider |
Veit Sorger ÖIAG-Aufsichtsrat und gleichzeitig Mitglied des Stiftungsrates von Prinzhorn. Weiters Präsident der Industriellenvereinigung. In seiner offiziellen CV (pdf) kommt die Privatstiftung nicht vor. Mitglied der VÖP, Verband Österreichsicher Privatstiftungen |
Die Österreichische Industrieholding AG, ÖIAG, gebildet unter anderem durch die oben genannten Mitglieder der Thomas Prinzhorn Privatstiftung und unter Mithilfe der dubiosen und vom Rechungshof kritisierten Egon Zehnder - Hemut Grasser connection, ist eine "Privatisierungsagentur" und Beteiligungsholding, die die mehrheitliche oder gänzliche Veräußerung von Anteilen staatlicher Unternehmen durchführte und durchführt. Ihre letzte Leistung war die Veräusserung der österreichischen Post, die durch fortlaufende Entlassungen beachtliche Börsenerfolge erzielt.

Artikel Die Presse:
Prinzhorn: "ÖIAG muß Schlagzahl bei Privatisierungen
erhöhen"
Zur Verbindung Thomas Prinzhorn Privatstiftung - ÖIAG schreibt
"Die Presse": "Seilschaften statt Postenschacher"
Zur finanziellen Genesis der gleichen Privatstifung
hat die "Die Presse" den Artikel
"Ausländer-Theorien
und Geschäfte des Thomas P." beigesteuert.
Ein Auszug:
Prinzhorn ist
indes auch mit einer "steuerschonenden Briefkastenfirma in
der Karibik" laut einem Magazinbericht ins Gerede gekommen.
Die Firma "Tulklom" in Rotterdam wird von manchen als
reine Briefkastenfirma gesehen. Mit der holländischen Finanzholding
Tulklom, die 26 Prozent Anteile an der Prinzhorn-Stammfirma Hamburger
AG (Sitz in Pitten) hielt, habe Prinzhorn eine übliche Unternehmenskonstruktion
gewählt. Viele Konzerne verlegen den Sitz ihrer Mutterholdings
in Länder wie die Niederlande, nach Irland oder auf karibische
Inseln, die besonders steuerfreundliche Gesetze haben. Die Tulklom,
die wiederum ihrerseits im Eigentum der Amalia Holding N.V. mit
Sitz in Curacao ist, hatte die Anteile an der Hamburger Anfang
der 80er Jahre von einer Tochter des Schweizer Bankvereins (jetzt
UBS) übernommen. Inzwischen gibt es die Tulklom nach Aussage
von Prinzhorn nicht mehr: Mit der Gründung seiner Privatstiftung
- sie ist per 10. Juni 1998 ins Firmenbuch eingetragen - hat die
Stiftung die Tulklom-Anteile zur Gänze übernommen.
Prinzhorn übt scharfe Kritik an Haider - als dieser Stiftungen steuerlich stärker belasten will - wieder "Die Presse"
1998 schätzt "Die Presse" das Vermögen der Thomas Prinzhorn Privatstiftung auf knapp unter 4 Milliarden Schilling.
Laut einer Rede von Ernest Kaltenegger vom 1.5.2005 verfügt
die Privatstiftung gegenwärtig über ein Volumen von
1,036 Milliarden Euro.
Handelnde Personen:
Vorstand
Vorstand
Weitere Player in der Privatstiftung
sind laut Die Presse: Prinzhorn Anwalt Rudolf Fiebinger, der dieser Webseite und
der neugegründeten Pittener Bürgerinitiative APFEL schon
mehrfach erfolglos zivil- und strafrechtliche Klagen angedroht
hat.
Weiters im Vorstand der Prinzhorn Privatstiftung ist Frau Jordis Theresa, die unter anderem
auch Aufsichtsrat von Mitterbauers Miba AG sitzt.
Vorstand
Vorsitzender: Grupp Cornelius Alexander
Vorsitzender
Meinl Julius
Jordis Theresa
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zu Schloß Goppelsbach.
Schloß Goppelsbach und Umgebung ist eine aktuelle Aquisition
der Privatstiftung.
Link zur Geschichte des Hamburger Konzerns bzw. der Thomas Prinzhorn Holding GmbH
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