Primäre Gegner des Projekts sind zumeist Anrainer die nicht in das Projekt investiert haben, dafür aber in ein Haus und in eine Zukunft im Pittental und die nicht finanziell von der Hamburger Gruppe abhängig sind.

Sie lassen sich in zwei Gruppen aufteilen.

Jene, die zwar nicht begeistert sind, ihre Zukunft neben einer Müllmitverbrennung oder Müllverbrennung zu verbringen, die sogar gesundheitliche Beeinträchtigungen und einen gewissen Verfall der umliegenden Immobilienwerte eingestehen, die aber überzeugt sind, daß gegen die Hamburger-Mosburger-Dunapack Gruppe bei der gegenwärtigen Gesetzeslage nicht anzukommen sei. Ihr Ziel ist es, die eine oder andere Vergünstigung für einige Zeit herauszuholen.

Die zweite Gruppe ist der Meinung, daß zwar die Hamburger Gruppe die herrschende Gesetzeslage zu ihren Gunsten auslegt, daß aber sehr wohl eine andere Auslegung zu finden sei und auch, daß die relevanten Umweltgesetze nach der nächsten Nationalratswahl wieder in Bewegung geraten könnten.

Eine Unterschriftenliste von 200 Wahlberechtigten aus der Standortgemeinde und den direkt angrenzenden Nachbargemeinden, die rechtzeitig vorliegt, hat (je nach Verfahren) Parteistellung und kann theoretisch Klärung verlangen von Faktoren wie Zunahme der Verkehrs- und Lärmbelästigung, der Luft-, Wasser-, Grundwasser und Bodenbelastung für Agrarunternehmen, Gutachten über die geografische Situation des Pittentals (Inversionswetterlage), Gewährleistungen über die Brennstoffzusammensetzung, Installierung und öffentliche Transparenz laufender Kontrollen, Maßnahmenkataloge bei Unfällen, Auswirkungen auf den wiederauflebenden Tourismus einer jungen Thermenregion, um hier nur einige Themen zu nennen.
 
Keine Szene aus "Herr der Ringe" sondern Blick von der Bergkirche bei Sonnenuntergang, typische Inversionslage. Nachts wird eine Wolkendecke das Tal "versiegeln".


Es gibt in der gesamten EU zahlreiche Initiativen, die sich gegenwärtig gegen die Ausweitung von Müllverbrennungen bzw. für deren restlose Abschaffung erfolgreich einsetzen.

Dies ist mit der derzeit in Österreich geltenden Gesetzgebung nicht zu vereinbaren.
Allerdings werden alle Beteiligten zur Kenntnis nehmen müssen, daß zahlreiche einander widersprechende Gesetzgebungen nebeneinander existieren.

Die Klärung, welche der geltenden Regelungen bei Widersprüchen Vorrang hat, könnte jedenfalls einige Zeit in Anspruch nehmen.

Darüberhinaus ist zu bedenken, daß das gesamte Regelwerk der Umwelt- und Abfallgesetzgebungen Abbild eines fortlaufenden gesellschaftlichen Wertewandels ist.

Diesem Wandel verdanken wir beispielsweise, dass heute in der Pitten wieder vereinzelt Fische und Flusskrebse leben können oder dass eine Bürgerinitiative erreichen konnte, dass die HMD-Gruppe bis vor kurzem nicht um eine Bewilligung zur industriellen Müllverbrennung ansuchte.


Querschnitt des Pittentals. Einen geografisch ungünstigeren Standpunkt für eine Müllverbrennung als in diesem engen Tal kann man in der Umgebung schwer finden.

 

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