
Primäre Gegner des Projekts sind zumeist Anrainer die nicht
in das Projekt investiert haben, dafür aber in ein Haus und
in eine Zukunft im Pittental und die nicht finanziell von der
Hamburger Gruppe abhängig sind.
Sie lassen sich in zwei Gruppen aufteilen.
Jene, die zwar nicht begeistert sind, ihre Zukunft neben einer Müllmitverbrennung oder Müllverbrennung zu verbringen, die sogar gesundheitliche Beeinträchtigungen und einen gewissen Verfall der umliegenden Immobilienwerte eingestehen, die aber überzeugt sind, daß gegen die Hamburger-Mosburger-Dunapack Gruppe bei der gegenwärtigen Gesetzeslage nicht anzukommen sei. Ihr Ziel ist es, die eine oder andere Vergünstigung für einige Zeit herauszuholen.
Die zweite Gruppe ist der Meinung, daß
zwar die Hamburger Gruppe die herrschende Gesetzeslage zu ihren
Gunsten auslegt, daß aber sehr wohl eine andere Auslegung
zu finden sei und auch, daß die relevanten Umweltgesetze
nach der nächsten Nationalratswahl wieder in Bewegung geraten
könnten.
Eine Unterschriftenliste von 200 Wahlberechtigten aus der Standortgemeinde
und den direkt angrenzenden Nachbargemeinden, die rechtzeitig
vorliegt, hat (je nach Verfahren) Parteistellung und kann theoretisch
Klärung verlangen von Faktoren wie Zunahme der Verkehrs-
und Lärmbelästigung, der Luft-, Wasser-, Grundwasser
und Bodenbelastung für Agrarunternehmen, Gutachten über
die geografische Situation des Pittentals (Inversionswetterlage),
Gewährleistungen über die Brennstoffzusammensetzung,
Installierung und öffentliche Transparenz laufender Kontrollen,
Maßnahmenkataloge bei Unfällen, Auswirkungen auf den
wiederauflebenden Tourismus einer jungen Thermenregion, um hier
nur einige Themen zu nennen.
![]() |
| Keine Szene aus "Herr der Ringe" sondern Blick von der Bergkirche bei Sonnenuntergang, typische Inversionslage. Nachts wird eine Wolkendecke das Tal "versiegeln". |

Querschnitt des Pittentals.
Einen geografisch ungünstigeren Standpunkt für eine
Müllverbrennung als in diesem engen Tal kann man in der Umgebung
schwer finden.
