"Die Fabrik der W. Hamburger AG liegt in einem schmalen Tal, das sich von Südwest nach Nordost zwischen zwei hügeligen Höhenzügen erstreckt. Der Höhenunterschied der Hügelkuppen zur Talsohle beträgt im Maximum ca. 200 Meter. Besonders eng ist die räumliche Beziehung zum Prallhang Weißjackl."

"Humanmedizin" Dr. Med Christoph König, Umweltverträglichkeitsanalyse der
W. Hamburger AG, Juli 1991

Ein topografischer Querschnitt zeigt eines der vielen Probleme einer Ersatzbrennstoff-/Müllverbrennungsanlage im engen Pittental, dem Zugang zur Region Bucklige Welt. Bei Niederdruckwetter kommt es zu einer Inversion. Die Schadstoffe bleiben in einer schweren Dampfwolke hängen. Zusammen mit Stäuben und Gasen könen sie ein Konzentrat aus mitunter sehr schädlichen Mikropartikeln bilden.
Bei Verbrennungsprozessen entstehende Dioxine kommen auf Grund ihrer chemischen Struktur bei niedrigen Temperaturen zum Niederschlag. Im Sommer können sie auch mit dem Tau (Wasserdampf) aus der Atmosphäre ausgeschieden werden. Wind kann sie über hunderte von Kilometern übertragen.

Eine Aufnahme vom 26.3.2007, gesehen vom Bahnhof Kleinwolkersdorf, verdeutlicht den kaum messbaren Feinststaub-Smog, der sich durch die Tallage über der Pittener und Seebensteiner Luft anstaut und der erst in der Fernsicht zu sehen ist.

 

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Für ein aufwändiges Entwicklungskonzept wie das überregionale, über Bezirksgrenzen hinausgehende Projekt der Buckligen Welt ist die Bindung an eine Müllverbrennung in dieser geografisch ungeeigneten Lage problematisch.

Während das Projekt Bucklige Welt den regionalen Wirtschaftstreibenden nützt und Hoffnung für die Zukunft gibt, kann man davon ausgehen, daß die Initiative des Hamburger Konzerns langfristig eher Schadstoffe als Gewinne in der Region zurücklässt. Der projektierte Ausbau des Tourismus und der ökologischen Landwirtschaft kommt damit nicht einmal aus den Startlöchern.

Eine privatwirtschaftliche, gewinnmaximierende Verbrennung von Abfällen neigt dazu, eher die erlaubten gesetzlichen Maximalwerte auszunutzen als den geringstmöglichen Schadstoffausstoss zu produzieren.


 

Diese Seite ist ein offenes Projekt, das heißt, im Gegensatz zu anderen Seiten des gleichen Themas wird kein sachlicher Beitrag und keine sachliche Meinung zurückgehalten. Die Seite hat sich zur Aufgabe gesetzt, die Fortschritte im Ausbau der Müllverbrennung der Hamburger-Mosburger-Dunapack Gruppe (HMDG), am Standort Pitten, Niederösterreich, anhand von öffentlich zugänglichen Quellen zu dokumentieren und die Öffentlichkeit über die komplexe Situation zu informieren. Um den trockenen Stoff aufzulockern wurden einige humorvolle Kategorien zugelassen.

Beiträge von Einzelpersonen können jederzeit im offenen Forum veröffentlicht werden. Sie können uns aber auch Beiträge direkt schicken. Diese umfassende Dokumentation dient zur Information interessierter Anwohner.

Bei unrichtigen oder nicht mehr aktuellen Angaben bitten wir um Nachricht. Im Sinne eines offenen Projekts wird jeder Berichtigungswusnch behandelt.

Wir sind nicht gegen einen Industriestandort Pitten, der Konzern bot im Jahr 2003 laut Arbeiterkammer insgesamt 252 Arbeitspätze, ein Teil davon fällt auf regionale Arbeiter. Der Konzern bietet darüberhinaus seinen Angestellten eine Gewinnbeteiligung, die zwischen einem halben und zwei Monatsgehältern liegt.

Wir unterstützen Bürgermeister Dr. Günter Moraw mit seiner Aussage vom 11.1.2006:
"Dennoch ist das neue Projekt sehr kritisch auf zusätzliche Belastungen hin zu prüfen - die Wirtschaftlichkeit der geplanten Anlage kann für die Gemeinde Pitten sicher nicht im Vordergrund stehen."

Wir nehmen den Aufruf von Bürgermeister Dr. Moraw ernst und wollen das gesamte Projekt sehr kritisch auf zusätzliche Belastungen prüfen, von allen Seiten. Zusätzlich wollen wir die gegenwärtige Belastung, die das über viele Jahre gewachsene Werk Pitten/Seebenstein auf die Bevölkerung und die Umwelt ausübt, kritisch überprüfen.

In der von Dr. Moraw herausgegebenen Standortbewertung eines "Planerteams" haben Pitten und Seebenstein als Siedlungsstandort Höchstwerte, als Industriestandort hingegen deutlich niedrigere. Die Sachverständigen bewerten den Siedlungsstandort Erlach mit seinem Thermenprojekt erstaunlich niedrig.

 

 

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