In der Diskussion geht es um die zukünftigen Emissionen.
Dabei wird außer acht gelassen, daß die gegenwärtigen
Belastungen relativ hoch sein könnten, daß aber eben
daran vorbeigemessen wird. Gegenwärtig werden laut gegenwärtigem
Wissensstand 60.000 Tonnen Klärschlamm jährlich verbrannt,
abgesehen von angeblichen "Probeverbrennungen".
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| Die Monats-Schau der SPÖ kann im Titelblatt ihrer Weihnachtsausgabe 2005 den schütteren Zustand des Waldes rings um die Burg nicht verbergen. |
Etwa 50 % der Fläche Österreichs
sind mit Wald bedeckt. Bäume reagieren als langlebige Organismen,
die hoch in den Luftraum ragen und mit ihren Kronen Verunreinigungen
aus dem Luftraum filtern, wesentlich sensibler auf Luftschadstoffe
als viele andere Lebewesen. Sie zeigen daher frühzeitig eine
Umweltschädigung an, die sich folglich auf die übrige
Pflanzenwelt, Tier und Mensch negativ auswirken kann.

Nicht nur Fachleute, sondern auch interessierte Laien erkennen die Symptome von Walderkrankungen.
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| Fichte mit sehr lückigen Zweigen; häufig nur an den Spitzen benadelt. Die Nadeln der älteren Jahrgänge sind teils rotbraun verfärbt |
Zahlreiche Untersuchungen ergeben, dass viele Faktoren an der Erkrankung der Wälder beteiligt sein können. Als primäre Ursache gilt jedoch die Luftverunreinigung.
Akute Schädigung
Eine kurzzeitige Einwirkung hoher Schadstoffkonzentrationen bewirkt eine akute Schädigung. Zellen oder Zellverbände der Pflanzen sterben ab (Nekrose). Die Pflanzenteile sterben ab, trocknen aus, verfärben sich. Schließlich kann es zum Tod der Pflanze kommen. Bei Nadelbäumen werden zuerst die jungen Nadeln geschädigt. Der Nadelbaum lichtet von aussen nach innen aus.
Langandauernde Schädigung
Eine langandauernde Schädigung in niedriger Schadstoffkonzentration führt zu einer chronischen Schädigung, die sich in einer verfrühten Alterung der Pflanzen manifestiert. Die Blätter und Nadeln verfärben sich aufgrund von Pigmentstörungen (Chlorose), weiters welken sie und fallen ab.
Wachstumsstörungen, wie klein bleibende Nadeln, Zwergwuchs, Fahnenkrone oder untypische Verzweigungen sind sichtbare Folgen von chronischen Immissionsschäden.
Der Nadelbaum lichtet von innen nach aussen aus.
Schadstoffanalyse
Schadstoffe können mittels chemischer Analyse, Nährstoffanalyse oder biochemische Analysen nachgewiesen werden.
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Bioindikation
Bei der Bioindikation werden lebende Pflanzen als Anzeiger für eine Schadstoffbelastung verwendet.
Als Bioindikatoren gelten Pflanzen, die mit charakteristischen Symptomen auf einen Schadstoff reagieren, oder solche, die Schadstoffe akkumulieren und deshalb zu chemischen Analysen herangezogen werden können.
Manche Organismen vertragen Luftschadstoffe so schlecht sodass sie aus dem belasteten Gebiet völlig verschwinden; z.B. sind Flechtenarten besonders empfindlich und deren Fehlen ist für stark immissionsbelastete Gebiete typisch.
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| Nadelvergilbung; gelbe Chlorose, ausgehend von den Nadelspitzen; fortschreitend von den älteren zu den jüngeren Nadeljahrgängen; |
Giftwirkungen der Luftschadstoffe
Viele gasförmige Luftschadstoffe bilden mit Wasser Säuren. Beispiele sind die Bildung von Schwefelsäure aus Schwefeloxiden und Salpetersäuren aus Stickoxiden. Lösen sich solche Gase in der Atmosphäre im Niederschlagswasser, so treffen sie bereits als Säuren auf Boden und Pflanzen, und man spricht allseits bekannt vom Sauren Regen.
Unter anderen werden durch Säuren Blatt- und Nadeloberflächen verätzt, oder wenn die Säure ins Innere der Pflanze eindringt wird der Säuregrad des Zellsaftes verändert und somit zellinterne Reaktionsabläufe behindert.
Freie Radikale sind Moleküle, die sehr rasch Bindungen mit anderen Substanzen eingehen, und diese dadurch verändern.
Radikale können die Haut (Cuticula) der Pflanzen zersetzen, hemmen enzymatische Vorgänge oder zerstören Biomembranen.
Bei der Zerstörung von Biomembrane, die Hauptangriffspunkte von Luftschadstoffen und deren Umwandlungsprodukten sind, entstehen Abbauprodukte die gemessen werden können und als Anzeiger für den Prozess der Membranzerstörung dienen.
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Luftschadstoffe sind unter anderen
Schwefelverbindungen
Stickstoffverbindungen
Kohlenwasserstoffverbindungen
Photooxidantien
Fluorverbindungen
Chlorverbindungen
Grenzwerte
Die drastische Reduktion der ausgestossenen Luftschadstoffe ist die einzige Möglichkeit gesundheitliche Schäden bei Mensch, Tier und Pflanze zu verhindern.
Emmissionsgrenzwerte geben vor welche Menge eines bestimmten Schadstoffes bezogen auf auf eine Zeit- oder Volumseinheit maximal ausgestossen werden darf.
Immisiongrenzwerte geben die Konzentration eines Stoffes an, die am Einwirkungsort zum Schutz der Gesundheit von Mensch, Tier, Pflanze und Sachgütern nicht überschritten werden darf.
Die Festlegung von Immissionsgrenzwerten ist nur dann sinnvoll, wenn ihre Einhaltung regelmäßig kontrolliert ist. Weiters müssen wirkungsvolle Maßnahmen bekannt sein, bevor es zu einer Grenzüberschreitung kommt, sowie ihre Ausführung möglich sein.
Ein Link zu diesem Thema zur webpage der SPÖ Pitten
