
Der Hamburger Konzern schreibt in seinen Aussendungen: "Natürlich erfordert ein derartiges Projektvorhaben Transparenz und Offenheit in Information und Kommunikation."
Das ist sehr löblich. Deshalb einige aktuelle, offene Fragen.
Es soll eine Anlage sein, die mit "modernster
Technik und hohen Umweltstandards" ausgestattet sein soll.
Auch dazu folgen Fragen.
Offizielle Statements und Antworten werden hier eingearbeitet.
Aktuelle Fragen:
° Wieso braucht Pitten eine
Müllverbrennung?
° Warum werden in der projektierten
Abgasreinigung keine Katalysatoren vorgesehen, obwohl dies
dem gegenwärtigen Stand "modernster Technik" entspricht?
°Warum wird Platz für diese Katalysatoren dennoch
eingeplant?
° Heißt das, daß man technisch mögliches
erst verwirklicht wenn man vom Gesetz dazu gezwungen wird?
Anm.: In der Informationsveranstaltung vom 9.3.2006 hat sich die
Hamburger Gruppe für den Einsatz von Katalysatoren ausgesprochen.
Art und Quzalität der katalysatoren bleiben noch offen.
° Wie unterscheiden sich lt. Aussendung Hamburger Gruppe "hohe
Umweltstandards" von "höchsten Umweltstandards?"
° Wer sind
die laut Aussendung "erfahrenen und renommierten" Planer,
mit denen der Konzern in diesem Zusammenhang arbeitet?
° Wieso werden sie trotz wiederholter Nachfrage NICHT BEKANNTGEGEBEN?
>>Anm.: Seit 9.1. 2006 ist
bekannt, dass die schon lange von der HAMBURGER Gruppe beschäftigte
VERBUNDPLAN die Anlage geplant hat.
>>Anm.: 2003 hat Günter Moraw einen Vertrag mit Harald
Ganster über 500.000 Euro unterschrieben, in dem die Planung
einer Müllverbrennung in Pitten beschlossen wurde. link
° Wie kann Managing Director Dr. Moraw in der Gemeindeaussendung vom 11.1. 06 öffentlich ankündigen, den "Informationsvorsprung", den er durch seine Position in der Verbundplan hat, für die Gemeinde zu nutzen, ohne Geschäftsgeheimnisse der VERBUNDPLAN oder der HAMBURGER preiszugeben?
Dr. Moraw schreibt in der gleichen Aussendung,
daß es besser sei die Verbundplan zu beschäftigen als
"wenn ein anderes Planungsunternehmen tätig wäre,
welches vorrangig nur die Interessen der Fa. Hamburger im Auge
hätte."
° Wie glaubwürdig ist es zu behaupten, daß die
Hamburger Gruppe die Verbundplan dafür bezahlt, ihre Interessen
nicht vorrangig zu vertreten?
In der Gemeinderatssitzung vom 16.1.2006 sagt Dr. Moraw, die Bevölkerung
kann erst informiert werden, wenn Klarheit über das Projekt
herrscht, im Augenblick wäre noch alles unklar.
° Wenn noch alles unklar ist, was macht die Verbundplan,
die ja die Anlage plant?
Wo bleibt der Informationsvorsprung?
Johann Tomsich, der für die Errichtung
einer Müllverbrennung im Pittental im "BOTE aus der
Buckligen Welt" vom 3.2.06 unter der Schlagzeile "Hamburger
spielt mit offenen Karten!" die Werbetrommel rührt,
schreibt:
"Zudem war Dr. G. Moraw vor zwei Jahren, als sich Hamburger
mit der Idee einer Verbrennungsanlage erstmals eingehend befasst
hatte, noch gar nicht Bürgermeister der Marktgemeinde Pitten."
Die würde bedeuten, daß der Top-Manager der ausführenden
Verbundplan (in Besitz der finnischen Jaakko Pöyry Group)
schon vor seiner Wahl zum Bürgermeister und als erster von
der Müllverbrennung wußte. Tomsich schreibt weiter:
"Hätte Hamburger, nur weil bei Pittner Bürgermeister
möglicherweise ein Naheverhältnis über die Verbundplan
kontruiert werden könnte, den millionenschweren Euro-Auftrag
an ein ausländisches Unternehmen erteilen sollen?"
Zumindest in diesem Punkt ist der Chefredakteur des BOTEN
falsch informiert: Die Verbundplan ist in mehrheitlichem Besitz
der finnischen Jaakko Pöyry Group. Mehr dazu in unserer HMDG
Sektion.
Es herrscht Unklarheit, wie groß die
Anlage geplant wird, es kursieren die unterschiedlichsten Gerüchte.
Die erste konkrete Aussage des Konzerns beim ersten Treffen mit
dem Bürgerbeirat war ein handschriftlich korrigierter Zettel.
Dabei ist von 15.000 Tonnen Müll jährlich die Rede.
Für welche Maximalkapazität soll die Anlage nun
wirklich ausgelegt werden?
Die Müllverbrennungsanlage der HMD-Gruppe
zugehörigen Papierfabrik
Brigl&Bergmeister in Niklasdorf, Steiermark, 2003 angeblich
nach modernsten Standards gebaut, hat Probleme weil sie mit
100.000 Tonnen Müll als zu klein konzipiert gilt und deshalb
angeblich unrentabel arbeitet.
° Wieso soll das in Pitten nicht der Fall sein?
Stimmt es, daß die Hamburger-Mosburger-Dunapack
(HMD) Gruppe schon im Krankenhaus Wr. Neustadt angefragt hat,
den dort anfallenden Spitalsmüll zu verbrennen oder ist das
ein Gerücht?
Anm.: Es wurde verlautbart, daß dies nie der Fall gewesen
wäre. Offebar handelte es sich um ein Gerücht.
° Wie zuverlässig kann allgemein radioaktiver und
anderer toxischer Müll ausgeschlossen werden?
° Gibt es eine Garantie, daß nur Müll aus dem Bezirk Neunkirchen verbrannt wird?
Die Hamburger-Mosburger-Dunapack Gruppe
verspricht, daß es zu keiner Zunahme des Verkehrsaufkommens
kommt.
° Wie wird der Müll transportiert, ohne daß
es zu der versprochenen Verkehrszunahme kommt?
° Wie wird die hochgiftige Asche abtransportiert?
° Wie wird sie endgelagert?
° Wer kann wissen, was tatsächlich, tagtäglich,
in der Grünen Tonne sein wird?
° Wie wird der Inhalt der "Grünen Tonne" im
täglichen Betrieb verläßlich analysiert?
° Die Einnahmen der "Reinhalteverband
Grüne Tonne Neunkirchen Recycling- und Kompostierungsgesellschaft.m.b.H."
bestehen aus den Müllgebühren aller Haushalte und aus
den Zuschüssen der Gemeinden, also aus Steuergeldern. Die
Gesellschaft ist zu 100% in Besitz des Landes Niederösterreich.
Sie verfügt in ihrem Einzugsgebiet über ein Monopol.
Ihre Tätigkeit steht im öffentlichen Interesse. Aufgrund
ihrer öffentlich-rechtlichen Besitz-Struktur ist sie eine
quasi öffentliche Körperschaft.
Wie kann man unter diesen Umständen rechtfertigen, daß
alle relevanten Zahlen als "Geschäftsgeheimnis"
unter Verschluß gehalten werden?
° Warum dürfen die Müllgebühren- und Steuerzahler
nicht wissen, wie ihr Geld verwaltet wird?

° Was verbrigt sich hinter dem Wort "Konzernreject",
das Ing. Reinhard Göschl auf einer Grafik der Verbundplan
entdeckt?
>>Anm.: Antwort der Hamburger
Gruppe: "Müll" aus anderen Zweigstellen des Konzerns.
° Warum steht es auf dem Anlagenschaltplan, der dem Bürgerbeirat
präsentiert wurde?
>> Anm.: Antwort der Hamburger Gruppe: Es sollten Produkte
der Reinhalteverband "Grünen Tonne" GmbH, Konzernreject
und Faserschlamm als Reserve verbrannt werden. Das im Plan enthaltene
Konzernreject wurde wieder verworfen.
° Stimmt es, daß die Einbringung des (feuchten) Faserschlamms die Verbrennungstemperatur so weit nach unten zieht, daß durch die Kombination mit dem Müll zusätzliche toxische Verbrennungsprodukte entstehen können?
° Wie variabel sind die verlautbarten Zahlen?

