Arisierungen in der Papierindustrie, Seite 309
M. Pam's Söhne, Papierhülsenfabrik OHG, Neunkirchen

vormalige Eigentümer Adele u. Stephanie Pam, Geschäftsführer Max Pam

Österreichische Kontrollbank zahlt 161.000
Österreichische Kontrollbank erhält 221.995

Käufer:
W. Hamburger
Geschäftsführer: Ernst Prinzorn und Dr. Walter Reinthaller.

Austria Papierindustrie AG, Wien
vormalige Eigentümer Rudolf Kraus (58,75%), Juliua Pollak (1%)

Österreichische Kontrollbank zahlt 193.333
Österreichische Kontrollbank erhält 240.500

Käufer :
W.Hamburger
Meinl AG

Zwischen der Austria Papier Industrie AG und der Meinl AG bestand ein Naheverhältnis, das nicht zuletzt dadurch zum Ausdruck kam, dass der Hauptaktionär der Austria, Kommerzialrat Rudolf Kraus, langjähriger Vizepräsident der Meinl AG war. Die Meinl AG berichtete in ihrem Bericht über das Geschäftsjahr 1939, sie habe die Austria Papier-Industrie Aktiengesellschaft erworben. Aus einem Briefwechsel mit der Kontrollbank geht hervor, dass sie im Jahr 1941 weitere 500Aktien der Austria Papierindustrie AG um RM 5.500,- erwarb.
ÖStA AdR 06 VVSt, Kr. 1571, Mappe 368. Österreichische Kontrollbank an Julius Meinl AG, 22.2.1941.

Ökonomie der Arisierung 2 (Taschenbuch)
von Ulrike Felber (Autor), Peter Melichar (Autor), Markus Priller (Autor)

Brigl und Bergmeister wie Hamburger waren in der österreichsichen Industrie Kredit AG Gruppe.
Diese war mit 8,273% die fünftgrösste Gruppe des österreischen Papierkartells

Arisierungsakten: - Arisierungsverfahren bzgl der Firma Max Pam`s Söhne / umfangreicher Akt / mit Rückstellungscausa _- Ansuchen um Genehmigung der Veräußerung v. 14.6.38 der Firma an Ernst Prinzhorn, Wien 1, Mahlerstr. 7 (Fa. Hamburger) / Schätzwert RM 320.000,-- _- Ansuchen um Genehmigung der Erwerbung der Firma Pam seitens der Firma W. Hamburger OHG, Wien 1, Mahlerstr. 7 v. 14.6.38

 

 

 

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