Dossier des Sicherheitsdienstes des Reichsführers SS, der SD Führer des SS Oberabschnittes Donau.

Ing. Fritz Hamburger, Sohn von Adolf Hamburger, geboren in Pitten, trat in den Industriellenbund als geschäftsführender erster Sekretär ein.

Im Juliputsch 1934, in dem Bundeskanzler Dolfuß ermordet wurde, steht Hamburger auf der Seite falschen Seite, nämlich bei der SA, die sich eine Art Wettrennen mit der SS um die zukünftige Vormachtstellung der NSDAP in Österreich liefert.
Die genauen Umstände dieses internen Kampfs der Nazis um die Macht bis heute nicht erforscht.
Einer Aussprache mit Generalfeldmarschall Göring am 26.11.37 hat Hamburger jedenfalls zu verdanken, daß er fortan für die SS als "politisch bedeutungslos" und mehr "von Geltungsbedürfnis als von national-politischen Gedanken geleitete Persönlichkeit" gilt - ihr also nicht gefährlich ist.
Er erhält von Göring daraufhin eine "politische Führerstelle" und bezeichnet sich fortan als "präsumtiver Reorganisator der SA" in Österreich.
Der SS Sicherheitsdienst kommt nach Abwägung aller Argumente zu dem Schluss: "Trotzdem war seine Grundhaltung immer auf ein nationale und Anschluss-Programm abgestellt."

Die Görings waren gute Freunde der Hamburgers, wie dieser Brief des Dr. Wilhelm Hamburger an seinen Vater Fritz vom 20.3.1942 zeigt.

Göring gilt mit seinem Schreiben vom Juli 1941 als der offizielle Auftraggeber des Holocaust.

"An den Chef der Sicherheitspolizei und des SD SS-Gruppenführer Heydrich

Ich beauftrage Sie weiter, mir in Bälde einen Gesamtentwurf über die organisatorischen, sachlichen und materiellen Vorausmaßnahmen zur Durchführung der angestrebten Endlösung der Judenfrage vorzulegen.

Göring"

Reichsjagdmeister Göring (links)

 

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